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Polyethylenglykol – Vielseitiger Helfer in Pharmazie und Kosmetik

von MarktBio.com 14 Jan 2026
Polyethylenglykol – Vielseitiger Helfer in Pharmazie und Kosmetik

Polyethylenglykol (PEG) ist ein weitverbreiteter Inhaltsstoff in vielen Produkten, die wir täglich verwenden. Von Medikamenten bis hin zu Kosmetika – PEG erfüllt in diesen Bereichen wichtige Funktionen. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Eigenschaften, Arten und Anwendungen von Polyethylenglykol.

Was ist Polyethylenglykol?

Polyethylenglykol (PEG) ist ein synthetisch hergestellter Polyether, der aus Ethylenoxid und Wasser besteht. Je nach Molekulargewicht und Kettenlänge gibt es verschiedene Varianten von PEG, die sich in ihren Eigenschaften und Anwendungsbereichen unterscheiden.

PEG wird in der Regel als farblose, viskose Flüssigkeit oder als festes, weißes Pulver hergestellt. Es ist geruchlos, geschmacksneutral und löslich in Wasser sowie in vielen organischen Lösungsmitteln. Diese Eigenschaften machen PEG zu einem vielseitig einsetzbaren Stoff in zahlreichen Industrien.

Arten von Polyethylenglykol

Die verschiedenen PEG-Typen unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Molekulargewicht. Dieses reicht von sehr niedrigen Werten von unter 400 g/mol bis hin zu sehr hohen Molekulargewichten von über 20.000 g/mol. Je nach Anwendungsbereich kommen die passenden PEG-Varianten zum Einsatz.

PEG mit niedrigem Molekulargewicht

PEG-Varianten mit einem Molekulargewicht unter 1.000 g/mol werden als "niedrigmolekulares PEG" bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise:

  • PEG 200: Flüssig, sehr gute Löslichkeit in Wasser
  • PEG 400: Flüssig, gute Löslichkeit in Wasser und organischen Lösungsmitteln
  • PEG 600: Feste, wachsartige Konsistenz, gute Löslichkeit

Niedrigmolekulares PEG findet vor allem in Kosmetika, Arzneimitteln und Lebensmitteln Verwendung, da es gut verträglich ist und einfach in Formulierungen eingearbeitet werden kann.

PEG mit mittlerem Molekulargewicht

PEG-Varianten mit einem Molekulargewicht zwischen 1.000 und 20.000 g/mol werden als "mittelmolekulares PEG" bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise:

  • PEG 3350: Festes Pulver, gut löslich in Wasser
  • PEG 8000: Festes Pulver, gut löslich in Wasser

Mittelmolekulares PEG findet vor allem in Arzneimitteln Verwendung, da es gut verträglich ist und die Löslichkeit sowie Resorption von Wirkstoffen verbessern kann.

PEG mit hohem Molekulargewicht

PEG-Varianten mit einem Molekulargewicht über 20.000 g/mol werden als "hochmolekulares PEG" bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise:

  • PEG 20.000: Festes Pulver, gut löslich in Wasser
  • PEG 35.000: Festes Pulver, gut löslich in Wasser

Hochmolekulares PEG wird vor allem als Bindemittel, Verdickungsmittel oder Emulgator in Kosmetika und Arzneimitteln eingesetzt.

Anwendungen von Polyethylenglykol

Aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften findet Polyethylenglykol in zahlreichen Produkten Verwendung. Hier sind einige der wichtigsten Anwendungsbereiche:

Pharmazeutische Anwendungen

In der Pharmazie wird PEG in verschiedener Form eingesetzt:

  • Als Lösungsvermittler: PEG kann die Löslichkeit von schlecht wasserlöslichen Wirkstoffen erhöhen und deren Bioverfügbarkeit verbessern.
  • Als Bindemittel: PEG dient als Hilfsstoff in festen Darreichungsformen wie Tabletten oder Kapseln.
  • Als Gleitmittel: PEG wird als Schmiermittel bei der Herstellung von Tabletten verwendet.
  • Als Vehikel: PEG kann als Trägerstoff für Wirkstoffe in Salben, Cremes oder Zäpfchen dienen.

Kosmetische Anwendungen

In der Kosmetikindustrie findet PEG vielfältige Verwendung:

  • Als Emulgator: PEG ermöglicht die Herstellung stabiler Emulsionen in Cremes, Lotionen oder Gelen.
  • Als Feuchthaltemittel: PEG kann der Austrocknung von Haut und Haaren entgegenwirken.
  • Als Lösungsvermittler: PEG kann die Löslichkeit von Inhaltsstoffen in Kosmetikprodukten verbessern.
  • Als Verdickungsmittel: PEG dient zur Einstellung der gewünschten Konsistenz in Kosmetika.

Weitere Anwendungen

Neben Pharmazie und Kosmetik findet PEG auch in anderen Bereichen Verwendung:

  • In Lebensmitteln: PEG wird als Trennmittel, Emulgator oder Feuchthaltemittel eingesetzt.
  • In Reinigungsmitteln: PEG verbessert die Löslichkeit und Benetzungsfähigkeit.
  • In Lacken und Farben: PEG dient als Fließmittel und Verdickungsmittel.
  • In der Textilindustrie: PEG wird zur Imprägnierung und Ausrüstung von Fasern verwendet.

Sicherheit und Regulierung von Polyethylenglykol

Polyethylenglykol gilt generell als sicher und gut verträglich. Es wird von den zuständigen Behörden für den Einsatz in Lebensmitteln, Kosmetika und Arzneimitteln zugelassen. Allerdings können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auftreten.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, unterliegt der Einsatz von PEG in Produkten strengen Regulierungen. Die zulässigen Höchstmengen und Reinheitsanforderungen sind in verschiedenen Gesetzen und Richtlinien festgelegt.

Insgesamt ist Polyethylenglykol ein vielseitiger und nützlicher Inhaltsstoff, der in zahlreichen Produkten des täglichen Bedarfs eine wichtige Rolle spielt. Durch seine gute Verträglichkeit und die sorgfältige Regulierung ist PEG ein sicherer und zuverlässiger Helfer in Pharmazie, Kosmetik und anderen Branchen.

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